Härten
Beim Härten von Stahlwaren muss heute kostspieligste Technologie
eingesetzt werden. In sogenannten Vakuumhärteöfen kommen die Werkstücke während des
Härtevorgangs nicht mehr mit Sauerstoff in Berührung, eine unabdingbare Voraussetzung
für die Verwendung hochlegierter Stähle. Durch eine rasche Abschreckgeschwindigkeit, die
über das Einbringen von Stickstoff unter hohem Druck erreicht wird, lässt sich eine
große Härte bei minimalem Härteverzug erzielen.
Schleifen
| Die Exaktheit der heutigen Schmiede-, Stanz- und Härtetechnik
ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch der nächste Arbeitsgang, das
maschinelle Schleifen, weitgehend vollautomatisch vonstatten gehen kann. Wie einst im
Bereich des Schmiedesektors sind auch bei dem für Qualität und Gebrauchswert der
Schneidwaren und Bestecke sehr wesentlichen Schleifprozess die
Maschinenhersteller gleich
vor Ort oder in der Nähe. Die Firmen Siepmann, Berger und Hauschild verfügen über eine
jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet und sind weltweit führend. Auch beim
Schleifen erfolgt die Werkstoffzuführung zu den vollautomatischen Maschinen in modernen
Betrieben automatisch: zum Teil werden bereits Roboter eingesetzt, die Werkstücke
nacheinander verschiedenen Maschinen für aufeinanderfolgende Bearbeitungsvorgänge
zuführen. |

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| Im Jahre 1987 brachte die Firma Siepmann die erste
CNC-Schneidwaren-Schleifmaschine auf den Markt, mit der sowohl Scheren als auch Messer
komplett bearbeitet werden können. Während bei konventionellen Maschinen für jede
Fläche eine einzelne Maschine erforderlich ist, kann eine CNC-Schleifmaschine z.B. die
meist sechs Flächen einer Schere hintereinander bearbeiten. Nach wenigen Minuten
Umrüstzeit kann auf der gleichen Maschine z.B. ein Taschenmesser oder ein Kochmesser
geschliffen werden. Durch die Flexibilität einer CNC Maschine ist es möglich, die
Schleifgewohnheit eines Handschleifers zu imitieren. Die neuen Maschinen können überdies
nicht nur gerade Teile wie Gartenscheren oder Industriemesser schleifen, sondern auch
gebogene bzw. stark gekrümmte Flächen. In allen Fällen sind die bearbeiteten
Oberflächen direkt polierfähig. Deshalb werden bei einem Großteil der Schneidwaren nach
dem Maschinenschleifen die Oberfläche fein gepliesten (im Bild: CNC Schleifautomat bei
Burgvogel 1994). |
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