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Aktualisiert am:
04.02.2012

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über Messer

Härten

Beim Härten von Stahlwaren muss heute kostspieligste Technologie eingesetzt werden. In sogenannten Vakuumhärteöfen kommen die Werkstücke während des Härtevorgangs nicht mehr mit Sauerstoff in Berührung, eine unabdingbare Voraussetzung für die Verwendung hochlegierter Stähle. Durch eine rasche Abschreckgeschwindigkeit, die über das Einbringen von Stickstoff unter hohem Druck erreicht wird, lässt sich eine große Härte bei minimalem Härteverzug erzielen.

SGB Härterei SGB Härterei

Schleifen

Die Exaktheit der heutigen Schmiede-, Stanz- und Härtetechnik ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass auch der nächste Arbeitsgang, das maschinelle Schleifen, weitgehend vollautomatisch vonstatten gehen kann. Wie einst im Bereich des Schmiedesektors sind auch bei dem für Qualität und Gebrauchswert der Schneidwaren und Bestecke sehr wesentlichen Schleifprozess die Maschinenhersteller gleich vor Ort oder in der Nähe. Die Firmen Siepmann, Berger und Hauschild verfügen über eine jahrzehntelange Erfahrung auf diesem Gebiet und sind weltweit führend. Auch beim Schleifen erfolgt die Werkstoffzuführung zu den vollautomatischen Maschinen in modernen Betrieben automatisch: zum Teil werden bereits Roboter eingesetzt, die Werkstücke nacheinander verschiedenen Maschinen für aufeinanderfolgende Bearbeitungsvorgänge zuführen.

 

Bild 1: Bestückung einer Siepmann-Schleifmaschine mit einem Magazin

Bild 2: automatisches Beladen der Schleifmaschine aus dem Magazin

Bild 3: fertig geschliffene Messer

 

Im Jahre 1987 brachte die Firma Siepmann die erste CNC-Schneidwaren-Schleifmaschine auf den Markt, mit der sowohl Scheren als auch Messer komplett bearbeitet werden können. Während bei konventionellen Maschinen für jede Fläche eine einzelne Maschine erforderlich ist, kann eine CNC-Schleifmaschine z.B. die meist sechs Flächen einer Schere hintereinander bearbeiten. Nach wenigen Minuten Umrüstzeit kann auf der gleichen Maschine z.B. ein Taschenmesser oder ein Kochmesser geschliffen werden. Durch die Flexibilität einer CNC Maschine ist es möglich, die Schleifgewohnheit eines Handschleifers zu imitieren. Die neuen Maschinen können überdies nicht nur gerade Teile wie Gartenscheren oder Industriemesser schleifen, sondern auch gebogene bzw. stark gekrümmte Flächen. In allen Fällen sind die bearbeiteten Oberflächen direkt polierfähig. Deshalb werden bei einem Großteil der Schneidwaren nach dem Maschinenschleifen die Oberfläche fein gepliesten (im Bild: CNC Schleifautomat bei Burgvogel 1994).