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Stahlinformationen
Härte
Die Härte von Messerstählen hängt von mehreren Umständen
ab:
- Legierung:
Wesentlich für die Härte ist der Kohlenstoffanteil (C). Vereinfachte
Formel: Je mehr C desto härter. Allerdings leidet dann die Zähigkeit,
daher müssen mit steigendem C auch andere Zuschläge gemacht
werden. So gibt es Stähle mit Beimischungen von Mangan, Silizium,
Molybdän, Kobalt, Vanadium und Wolfram. Die Stahlwerke bieten eine
breite Palette von Werkstoffen für jeden Verwendungszweck. Die
für Messer meist verwendeten Stähle WN 1.4034 (AISI 420) und
WN 1.4110 (AISI 440) sind das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung und
bieten das beste Preis/Leistungsverhältnis. Die höher legierten
Stähle WN 1.4112 (AISI 440B) und WN 1.4125 (AISI 440C) sind für
extreme Anforderungen gedacht, z. B. für rostfreie Kugellager,
Ventilnadeln etc. Natürlich lassen sich auch Messerklingen daraus
fertigen. Die beste Analyse des Stahls nützt allerdings nichts,
wenn die wesentlichen Arbeitsgänge bis zur fertigen Klinge nicht
mit der angemessenen Sorgfalt ausgeführt werden.
- Warmbehandlung:
Das Bestreben geht seit längerer Zeit dahin, die Zahl der Erhitzungsvorgänge
möglichst gering zu halten. Durch jede Erhitzung verliert der Stahl
etwas von seinem C-Anteil. Der Härtevorgang ist dabei von entscheidender
Bedeutung. Die rostfreien Linder®-Klingen werden nach modernsten
automatisierten Verfahren gehärtet, so daß jede Klinge mit
bestmöglichem Resultat aus der Härterei kommt. Die meisten
Linder®-Klingen werden abschließend einem Tiefkühlverfahren
unterworfen und erreichen damit das beste Ergebnis von Härte und
Zähigkeit.
- Schleiftechnik:
Für die Härte der Klinge ist es unabdingbar
bei jeder Stufe des Schleifens und Polierens streng darauf zu achten,
daß die Klingen nicht überhitzt werden.
Rostfreier Stahl
"Rostfrei" werden Messerstähle genannt, die durch Legierung
mit Chrom vor der Gefahr des Rostens geschützt werden. Allerdings
sind Messerstähle als reine Chrom-Stähle im Unterschied zu Chrom-Nickel-Stählen
(bei Bestecken und Kochgeräten) nicht säurefest. Daher bedarf
es einer Pflege der Messerklingen nach Gebrauch. Verunreinigungen auch
mit leichten Säuren (etwa Obstsäuren, Blut etc.) verursachen
Rost und müssen schnell entfernt werden. Messerstähle dürfen
keinen Nickelanteil enthalten, weil der Zusatz von Nickel die Härtbarkeit
ausschließt.
Alle Stahlarten sind in verschiedenen Normen erfaßt: In Deutschland
werden überwiegend die deutschen Werkstoff-Nummern (WN) verwendet,
in den USA meist die AISI Norm. Beispiele: WN 1.4125 entspricht AISI 440C,
dem vielfach verwendeten und bewährten Messerstahl WN 1.4034 entspricht
AISI 420.
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