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Entwicklung im 19. Jahrhundert

Der mühselige und aufwendige Prozeß des Handschmiedens bestand - grob betrachtet aus zwei Arbeitsgängen. Im ersten Schritt wurden verschiedene Stahl- und Eisenlagen zu einem Stahlstab zusammengeschweißt, und erst danach konnte mit dem eigentlichen Ausschmieden der Rohlinge begonnen werden. Mit den schnell schlagenden Reckhämmern war es aber möglich, den Prozeß des Vorschmiedens um das fünffache zu beschleunigen. An den Wasserläufen in und um Solingen entstanden mechanische Hammerwerke, in denen die Verleger - Kaufleute Schwertklingen roh vorschmieden ließen um sie dann den Handschmieden zur weiteren Bearbeitung zu übergeben. Aus Angst vor Arbeitslosigkeit wendete sich die Schwertschmiedezunft mit dem Argument, daß der handgeschmiedete Stahl besser sei, energisch gegen den Betrieb der Reckhämmer.

Um die Wende zum 19.Jahrhundert sorgte dann Daniel Peres für einige Unruhe im zünftisch organisierten Produktions- System. Kaum eine technische Entwicklung hat im Schneidwarengewerbe einen so nachhaltigen Ruf hinterlassen wie seine »Erfindung« der »Schwarzen Politur«. Es handelte sich um eine Poliermischung aus Eisenoxydpulver und Branntwein, die erstmals 1760 von dem Engländer Robert Hinchliffe entwickelt worden war. Peres gelang es nach achtjährigen Versuchen 1772, die Poliermischung herzustellen und den für den Absatz äußerst vorteilhaften Glanz der englischen Waren zu erzielen. Mit der Errichtung einer Fabrikanlage im Jahre 1801 im Weinsberger Bachtal wollte er seine »Erfindung« gewinnbringend einsetzen. Abgesehen davon, daß diese Fabrikanlage mit einigen technischen Besonderheiten ausgestattet war (so etwa mit einem innenliegenden Wässerrad, das im Winter nicht mehr einfrieren konnte), bestand die Bedeutung des Projektes darin, daß es den Rahmen der noch bestehenden Zunftverfassung sprengte. Peres, selbst ein Unprivilegierter (kein Mitglied der Zunft), erhielt von der herzoglichen Regierung in Düsseldorf eine Ausnahmegenehmigung, mit der er unprivilegierte ungelernte Arbeiter einstellen durfte. Er strebte eine für damalige Verhältnisse extrem arbeitsteilige Fertigung an, die das in der Schneidwarenindustrie erst Jahrzehnte später entstehende Fabriksystem vorwegnahm. Langfristig war seinem Unternehmen kein Erfolg beschieden; 1825 wurde aus der Fabrik ein normaler Schleifkotten.

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