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Schmiedetechnik im 19. Jahrhundert

Als erstes Solinger Unternehmen entstand die Firma Henckels, von der um 1850 wesentliche Impulse für die fabrikmäßige Konzentration der Fertigung unter einem Dach ausgingen . Insbesondere im Schmiedebereich war dieser Schritt mit der Einführung von Maschinen verbunden. Nachdem das Unternehmen seinen ersten Dampfhammer 1861 noch aus Berlin beziehen mußte, stand ab 1873 mit der Firma Kieserling auch in Solingen ein Lieferant von Maschinen, insbesondere für die Mechanisierung des Schmiedeprozesses, zur Verfügung. Kieserling sollte sich sehr rasch zu einem führenden Ausrüster der Solinger Schneidwarenindustrie entwickeln und hatte wesentlichen Anteil an dem Boom von Fabrikgründungen, der nach 1870/71 einsetzte. Im Zentrum der industriellen Entwicklung dieser Zeit standen die mechanisierten Gesenkschmieden.

Das Gesenkschmiedeverfahren ermöglichte eine rationelle Herstellung bzw. Formgebung bei komplizierten Werkstücken und stellte damit die gesamte Schneidwarenfertigung auf eine neue Basis. Dieses Verfahren hatte sich seit den 1860er Jahren zunächst in der Kleineisenindustrie des märkischen Raumes durchgesetzt. Nachdem die Firma Henckels dazu übergegangen war, die Kröpfe der Messerklingen auf Riemenfallhämmem im Gesenk zu schlagen, war der Durchbruch der Gesenkschmiedetechnik auch in Solingen nicht mehr aufzuhalten. Das Verfahren war allerdings nicht für alle Schneidwaren in gleichem Maße geeignet. Die großen Klingen der Koch- und Berufsmesser etwa mußten noch bis in die 60er Jahre dieses Jahrhunderts auf Stielhämmern (Breithämmer) ausgereckt werden. Auch mußte der konische Erl zur Befestigung der Griffe noch lange Zeit von Hand ausgearbeitet werden. Seit 1889 wurden zu diesem Zweck sog. Vierschlaghämmer eingesetzt, so daß zu diesem Zeitpunkt zumindest Klingen bis Tischmessergröße auf mechanische Weise hergestellt werden konnten. Am besten eigneten sich wohl die vorwiegend in kleinen Größen bis zu 7 Zoll hergestellten Scheren für das Gesenkschmiedeverfahren. Angesichts der Kompliziertheit des handwerklichen Schmiedeprozesses waren hier, insbesondere bei den verzierten Mustern, die größten Produktionsfortschritte zu erzielen.

Die Gesenkschmieden waren fortan aus dem geschlossenen handwerklichen Produktionszusammenhang herausgelöst und standen im Zentrum der Industrialisierung der Solinger Schneidwarenproduktion, denn sie produzierten das vom Produktionsablauf erste Halbfertigprodukt, die geschmiedete Rohware.

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