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Schleifservice

Der perfekte Schliff für ihre Schere, ermöglicht durch modernste Schleiftechnik.

Schleifservice

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Mechanisierung des Schleifens

Die stärkste Bastion heimgewerblicher Selbständigkeit waren die qualifizierten Solinger Schleifer, die es verstanden hatten, sich durch ihren gewerkschaftlichen Fachvereinen ein hohes Lohnniveau zu sichern. Außerdem verharrte außerhalb des Schmiedesektors die Weiterverarbeitung - vor allem das Schleifen - weiterhin in Handarbeit. Allenfalls gelang es durch die parallele Errichtung von Dampfschleifereien die Zahl der Schleifstellen erheblich zu steigern. Die ersten dampfbetriebenen Schleifereien wurden in den 1850er Jahren gebaut. Der Volksmund taufte sie »Maschinn«. 1895 gab es 107 Dampfschleifereien in Solingen, deren Zeit nach 1910allmählich zu Ende ging.

Die hohen Löhne der Schleifer und der Produktivitätszuwachs im Schmiedebereich boten den Fabrikanten Anreiz zu Bestrebungen, auch die Weiterverarbeitung einer stärkeren Mechanisierung zu unterziehen.

Schleifer an seinem Arbeitsplatz

Siepmann Schleifmaschine ca. 1920

 

Die aufstrebende Rasiermesserbranche wagte den Anfang. So stellte die Firma C.F. Ern in Wald 1879 ihren Betrieb auf Dampfkraff um und richtete eine mechanische Schlägerei ein. Alle Produktionsstufen waren im Fabrikbetrieb angegliedert, wobei allein die Schleifermeister in keinem direkten Lohnarbeitsverhältnis standen. Fabrikant Ern versuchte, die Macht der relativ unabhängigen Schleifer in den folgenden Jahren einzuschränken. Er stellte weniger qualifizierte Schleifer ein und brachte ihnen selbst das Messerschleifen bei. Auch weigerte er sich, die von dem 1887 gegründeten Rasiermesserschleiferverein aufgestellten Preisverzeichnisse anzuerkennen und scheute sich nicht, den von ihm provozierten Streik mit der Entlassung sämtlicher Schleifer zu beantworten. Der Schleifprozeß wurde rigoros in Teilarbeit zerlegt, wobei die einzelnen Arbeitsgänge von angelernten Arbeitern verrichtet wurden. Trotz des heftigen, jahrelangen Arbeitskampfes konnte sich die Firma Ern durchsetzen. Auf die Verfeinerung des Systems der Teilarbeit folgte schließlich die Konstruktion von Rasiermesserschleifmaschinen, mit denen Ern auch den Markt für Qualitätsrasiermesser erobern wollte, ohne auf die hochqualifizierten Rasiermesserschleifer angewiesen zu sein. Die Ungleichmäßigkeit der geschmiedeten Rasiermesserklingen setzte dem mechanisierten Schleifprozeß Grenzen, da die Maschinen von geübten Arbeitskräften bedient werden mußten, die in der Lage waren, die Unebenheiten der Rohware durch eine gekonnte Führung der Messer auszugleichen.

 

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