Solingenverordnung
Der Qualitätsbegriff Solingen
wurde schon 1938 im "Gesetz zum Schutz des Namens Solingen" geschützt.
Damit ist Solingen als einziger Städtenamen der Welt gesetzlich geschützt.
In der Neufassung von 1994 wird dieses Gesetz als Solingen-Verordnung erneuert...
Verordnung zum Schutz des Namens Solingen (Solingenverordnung)
Auf Grund des § 137 des Markengesetzes vom 25. Oktober 1994 (BGBl. I S. 3082) verordnet das Bundesministerium der Justiz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Gesundheit:
§ 1 - Grundsatz
Der Name Solingen darf im geschäftlichen Verkehr nur für solche Schneidwaren
benutzt werden, die
1. in allen wesentlichen Herstellungsstufen innerhalb des Solinger Industriegebiets
bearbeitet und fertiggestellt worden sind und
2. nach Rohstoff und Bearbeitung geeignet sind, ihren arteigenen Verwendungszweck
zu erfüllen.
§ 2 - Herkunftsgebiet
Das Solinger Industriegebiet umfasst das Gebiet der kreisfreien Stadt Solingen
und das Gebiet der im Kreis Mettmann gelegenen Stadt Haan.
§ 3 - Begriff der Schneidwaren
Schneidwaren im Sinne des § 1 sind insbesondere:
1. Scheren, Messer und Klingen aller Art,
2. Bestecke aller Art und Teile von solchen,
3. Tafelhilfsgeräte, wie Tortenheber, Gebäckzangen, Zuckerstangen, Traubenscheren
und Vorleger,
4. Tafelwerkzeuge, wie Zigarrenabschneider, Brieföffner, Nussknacker und
Korkenzieher, sowie schneidende Küchenwerkzeuge, wie Dosenöffner und
Messerschärfer,
5. Rasiermesser, Rasierklingen und Rasierapparate,
6. Haarschneidemaschinen und Schermaschinen
7. Hand- und Fußpflegegeräte, wie Nagelfeilen, Haut- und Nagelzangen,
Nagelknipser und Pinzetten,
8. blanke Waffen aller Art.
§ 4 - Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1995 in Kraft.








